Enten in Kolumbien

Beim Anblick der Enten in Kolumbien werden bei Martina Hirschmeier Kindheitserinnerungen wach.18. Tier: Temperamentvolles Geflügel

Wenn ich heute Enten sehe, erinnert mich das sofort daran, wie viel Spaß es mir als Kind gemacht hat, sie zu füttern. Ich habe mit meinen Eltern extra getrocknetes Brot aufbewahrt und dann haben wir damit die Enten im Hertener Schlosspark gefüttert. Seltsamerweise sind heutzutage sowohl in Herten als auch in Köln viele Enten von Graugänsen vertrieben worden. Wirklich schade! Denn die kleinen Gefieder-Tiere sind immer ein netter Anblick auf dem Wasser. Vor allem im Frühjahr, wenn sie ihren Küken das Schwimmen beibringen und dann die gesamte Kinderschar dem Muttertier in einer Reihe hinterher schwimmt. Dabei können die Tiere auch ganz anders: Es gibt zahlreiche Untersuchen darüber, dass Erpel, also männliche Tiere, ein hohes Gewaltpotenzial aufzeigen. Im Hormonrausch kann es passieren, dass sie weibliche Enten vergewaltigen oder Gegner, die ebenfalls um dasselbe Weibchen werben, im Kampf töten. Hat sich dann aber mal ein Paar zusammengetan, sind sich die Tiere meist bis zu ihrem Lebensende treu. Ganz schön temperamentvoll und romantisch also. Wollen wir mal hoffen, dass die Enten, denen wir in Kolumbien begegnen, ebenfalls ihren Erpel fürs Leben finden, und zwar ohne Blutvergießen.