Flamingos in der Wüste

Eine große Entdeckung von Frau Schlaumeier: Flamingos in der Atacama-Wüste in Chile.

Foto: Dr. Markus Hirschmeier

39. Tier: Pinke Wunder aus der Wüste

In der Atacama-Wüste leben neben den Lamas auch Flamingos. Ja, tatsächlich Flamingos, die wir eigentlich nur aus Gebieten kennen, wo es viel Wasser gibt. Doch die Atacama-Wüste verfügt über den größten Salzsee Chiles: den  Salar de Atacama. Er besteht aus heißen Thermalquellen, Geysiren und ganz in der Nähe sogar Vulkanen.  Diese Salzseen entstehen, wenn es in der Wüste regnet. Der Regen schwemmt die Mineralien aus dem Boden nach oben. Zusammen mit dem Wasser, das nicht verdunstet, bildet sich dann ein Salzsee. Wir befinden uns ungefähr 50 Kilometer vom Salar de Atacama entfernt, in San Pedro de Atacama. Hier ist es leider nicht mehr so idyllisch, wie es noch vor einigen Jahren war. Touristen aus allen Herrenländern haben die Oase für sich entdeckt – was dazu führt, dass die kleine Oase ganz schön überfüllt ist. Überall gibt es Unterkünfte, Restaurants, Souvenirläden und auch Touren zu den Sehenswürdigkeiten. Die scheuen Flamingos flüchten dann meist recht schnell, wenn sich wieder ein Bus voller Touristen ihrer Wasserstelle nähert. Da ich keine Lust habe, diese wundervollen Vögel ebenfalls in ihrer natürlichen Umgebung zu stören, gebe ich mich heute mit einer Zeichnung vom Tier des Tages zufrieden. Für mich Beweis genug, für das pinke Wunder aus der trockensten Wüste der Welt.